Ungeschönt von Jaqueline Scheiber eine Buch Empfehlung
- Leonie Adler

- 9. Juli 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. März 2025
Ich kenne Jaqueline Scheiber über ihren Account @minusgold von Instagram und habe mir ihr frisch erschienenes viertes Buch vor zwei Wochen direkt gekauft.
Wobei, was heißt hier eigentlich kennen?
Wie die Autorin sehr treffend beschreibt, handelt es sich auf Instagram lediglich um Teilrealitäten des Lebens und zwar die, die wir uns entscheiden zu zeigen.
Dennoch, Jaqueline Scheiber fällt auf und bleibt im Gedächtnis da sie genau dass darstellt wovor es vielen Graut nämlich ein breiteres Spektrum des Lebens in seiner Roheit und Ehrlichkeit und auf eine Art die nahbar und vertraut wirkt.

Jaqueline Scheiber hat mich in den letzten Monaten viel begleitet. Ob mit einem ihrer Unzähligen Podcasts auf dem Weg zur Arbeit oder in der Bahn irgendwohin, mit ihren authentischen, bunten, quirligen und doch auch sehr ernsten Bildern auf Instagram, vor allem aber mit nachhaltigen Gedankenanstößen, die ich dann auf Spaziergängen mit mir durch den Wald und in die Konversationen zwischen mir und meinen Freund*innen trug. Diese junge Frau, sie hat mich berührt, da sie selbst nicht vor Berührung scheut.

Vor gut zwei Wochen kaufte ich ihr frisch erschienenes Buch: Ungeschönt, sprechen über gesellschaftliche Tabus, Bodyshaming und psychische Gesundheit.
Sie zeichnet in diesem autobiographischen Werk ein Bild von sich, ihrem Leben und ihrer Herkunft das tief geht und unter der Haut bleibt. Denn was erst scheint, wie die Geschichte einer Einzelnen ist am Ende eine Geschichte von vielen. Sie weist damit hin auf die Probleme dieser Welt, auf ihre Ungerechtigkeiten und scheut dabei nicht davor zurück ihren Finger auf die Risse unserer Gesellschaft zu legen, dort, wo sie am meisten schmerzt.

Sie erzählt von dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit, von Trauer und dem Schmerz des Verlierens, davon wie man Liebeskummer aushalten und wann man ihn überwinden kann. Sie spricht über unser Verständnis von Körpern, was wir unter Normschönheit verstehen und warum das problematisch ist. Und davon wie all diese Bereiche Teil eines Systems sind, welches trotz vorgegaukelter Chancengleichheit eben das immer noch nicht geschafft hat, Gleichheit.
Eine Gemeinsamkeit, die all diesen Themen innewohnt ist: Sie trifft damit einen Nerv. Sie spricht über das, was viele fühlen doch wenige sagen und sie tut es auf eine so poetische Art und Weise, dass man ihr trotz der Schwere mancher Themen zuhören möchte.

Ihr Buch hat mich berührt, wie die ersten Sonnenstrahlen des Jahres und es ist unglaublich wichtig, weibliche Vorbilder zu haben, die uns zeigen, was möglich ist.
Egal, ob ihr welche sucht oder schon gefunden habt, ich lege euch dieses Buch ans Herz da es eine besondere Form der Berührung für mich war und auch wenn ich nur eine bin glaub ich dass das für viele gilt.





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